Im Rahmen einer Initiative des Zukunftsraums Wienerwald fand am 26. November 2025 am Gemeindeamt Gablitz eine Schulung für die Energiebeauftragten der Gemeinden der Region statt. Fachlich begleitet wurde die Veranstaltung von Expert:innen der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu)
Ein Hoch auf die Mitarbeiter:innen der Gemeindeverwaltung
Seit dem Inkrafttreten des niederösterreichischen Energieeffizienzgesetzes 2012 ist jede Gemeinde in NÖ gesetzlich verpflichtet, eine:n Energiebeauftragte:n zu benennen und eine Energiebuchhaltung zu führen. Die Energiebuchhaltung ist dabei kein reines Pflichtprogramm: Sie liefert wichtige Erkenntnisse über den Energieverbrauch gemeindeeigener Gebäude und Anlagen, macht Einsparpotenziale sichtbar und dient als Grundlage für strategische Energieentscheidungen. Zentrale Punkte der Energiebuchhaltung sind die Erfassung von Gebäuden & Anlagen, die Erfassung von Verbrauchszählerdaten und die Erstellung eines Jahresenergiebericht. Die Erfassung der Verbrauchsdaten (Gas, Wasser, Strom, etc) erfolgt zur Zeit für die meisten Objekte durch händisches Ablesen der Zählerständer. Hier ist wichtig darauf hinzuweisen, was für eine wichtige Arbeit die Mitarbeiter:innen auf den Gemeinden hierfür verrichten. Mit der Umstellung der Smartmeter sind in Zukunft zumindest die Stromverbrauchsdaten digital verfügbar und müssen nicht mehr monatlich abgelesen werden. Bei der Schulung lernten die elf Teilnehmer:innen, wie man die Verbrauchsstellen, Objekte und Gebäude im sogenannten Siemens Navigator anlegt und mit dem Energiebuchhaltungsprogramm jährlich die Energieberichte erstellt. Die beiden Programme stehen den Gemeinden in Niederösterreich kostenlos vom Land zur Verfügung.
Voneinander Lernen
Mit den Energieberichten bekommen die Gemeinden jedes Jahr einen umfangreichen Überblick über ihre Energieverbräuche und können gezielt Maßnahmen setzen diese einzusparen. Die meisten Gemeinden der Region sind sogenannte Energievorbildgemeinden, was ihren besonders umfangreiche Arbeit mit dem Energiemonitoring unterstreicht. Die, die es noch nicht sind, streben auch diese Auszeichnung an. Für die Region und für den Klima- und Energie Manager der Region Herwig Kolar hat eine gemeinsame Energiebuchhaltung mit dem selben Programm den großen Vorteil, dass er die Gemeinden bei der Arbeit und bei der Auswertung unterstützen kann. Im Rahmen der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und Ratschläge aus anderen Gemeinden einzuholen. Mag. Klaus Frischmann, geschäftsführender Gemeinderat in Gablitz, der selbstverständlich auch an der Schulung teilnahm, meinte zu der Schulung „es hat mich sehr gefreut, dass aus fast allen Gemeinden der Region die Energiebeauftragten zu uns nach Gablitz gekommen sind. Das zeigt, dass das Thema Energiemonitoring ernst genommen wird und die Gemeinden sich bemühen, ihren Beitrag zur Energieeinsparung zu leisten.“
Weitere Veranstaltungen geplant
Die Schulung der Energiebeauftragten im Zukunftsraum Wienerwald ist ein wichtiger Baustein für regionale Energieoptimierung, Kostenreduktion und nachhaltige Entwicklung. Mit dem Werkzeug des Siemens Navigator und dem begleitenden EBN-Berichtstool sind die Gemeinden gut aufgestellt, um ihre Energieverbräuche systematisch zu erfassen, zu analysieren und sinnvoll zu steuern. Die Region möchte auch mit weiteren Veranstaltungen dieser Art nicht nur technische Schulungen, sondern auch Erfahrungsaustausche zwischen Gemeinden sowie Fortbildungen zu Fördermöglichkeiten und Sanierungsstrategien möglich machen.
Informationen dazu und über alle Aktivitäten der Region finden Interessierte auf der Webseite www.zukunftraum-wienerwald.at oder auf der Facebook Seite der Region.
Teilnehmer:innen bei der Energiebeauftragten Schulung in Gablitz
