Das Sammeln von Pilzen erfreut sich besonders im Sommer und Herbst großer Beliebtheit. Damit dem unbeschwerten Naturerlebnis nichts im Wege steht, sollten beim Schwammerlsuchen einige wichtige Regeln beachtet werden.
Rücksicht auf die Natur
In Niederösterreich wachsen zahlreiche Pilzarten, darunter Steinpilze, Eierschwammerl, Parasol und verschiedene Täublinge. Für den Eigenbedarf dürfen – ausgenommen geschützte Arten – bis zu zwei Kilogramm pro Person und Tag gesammelt werden. In ausgewiesenen Kernzonen des Wienerwaldes ist das Sammeln jedoch verboten.
Pilze sollten vorsichtig und vollständig aus dem Boden gelöst werden, da die Stielbasis für eine sichere Bestimmung wichtig sein kann. Anschließend sollte die entstandene Stelle wieder mit Erde oder Laub bedeckt werden. Unbekannte, ungenießbare oder verdorbene Pilze bleiben im Wald und erfüllen dort eine wichtige Funktion im natürlichen Kreislauf.
Gut vorbereitet zum Schwammerlsuchen
Empfohlen werden ein Pilzbestimmungsbuch, ein scharfes Messer, ein sauberes Baumwolltuch sowie ein Korb für den schonenden Transport. Gesammelte Pilze sollten möglichst trocken gereinigt und zeitnah verarbeitet werden. Viele Speisepilze können auch getrocknet und später beispielsweise für Suppen oder Saucen verwendet werden.
Sicherheit geht vor
Bei Anzeichen einer möglichen Pilzvergiftung wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Kreislaufstörungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Pilzreste und gegebenenfalls Erbrochenes sollten für eine mögliche Untersuchung aufbewahrt werden.
Notruf Rettung: 144
Vergiftungsinformationszentrale: 01 / 406 43 43
Informieren Sie sich vor dem Sammeln über die geltenden Bestimmungen und nehmen Sie nur jene Pilze mit, die Sie sicher als essbar bestimmen können.