Klima- und Energie-Modellregion

Unsere Region ZukunftsraumWienerwald mit Tullnerbach

Die Region ZukunftsraumWienerwald vereint sieben Gemeinden – Klosterneuburg, Mauerbach, Purkersdorf,Pressbaum, Gablitz, Tullnerbach und Wolfsgraben – zu einer gemeinsamen Lebens-und Erlebniswelt. Auf einer Fläche von etwa 240 km bietet dieseabwechslungsreiche Landschaft nur reichlich Gelegenheiten für Erholung in derNatur und fördert ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Dank einer gutausgebauten Nahversorgung, attraktiven Arbeitsplätzen und vielfältigenWohnangeboten genießen mehr als 60.000 Menschen hier eine hohe Lebensqualität.

Für die Zukunft verfolgt dieRegion das Ziel, die gewonnenen Lebensstandards zu sichern und weiter auszubauen.Dabei setzen wir auf eine langfristige Perspektive: Jede Entscheidung soll sogetroffen werden, dass sie auch in hundert Jahren noch Bestand hat und dasUmfeld lebenswert bleibt. Ein schonender Umgang mit Flächen und Ressourcensowie eine vorausschauende Dorf- und Stadtentwicklung stehen dabei ebenso imFokus wie das gemeinsame Gestalten unserer Heimat. Alle – ob jung oder alt, obengagierte Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine oder politischeVertreter – sind herzlich eingeladen, aktiv an diesem Prozess mitzuwirken.

 Region Zukunftsraum Wienerwald

 

Vereinsstruktur

Zur Umsetzung wurde derVerein Region Zukunftsraum Wienerwald gegründet.

  • Mitglieder: Die sieben Gemeinden
  • Gremium: Generalversammlung und Vorstand mit Vertreter:innen aus allen Gemeinden
  • Obmann: Stadtrat Leopold Spitzbart
  • Geschäftsführung: KEM-Manager Herwig Kolar
  • KEM Vorstand Tullnerbach: Alexander Oswald, Geschäftsführender Gemeinderat, Vorsitzender Ausschuss I - Nachhaltigkeit, Energie-Bau

 

Umsetzungskonzept und Weiterführungseit Juni 2025

Das im Jahr 2022 gemeinsamerarbeitete Umsetzungskonzept bildet die Grundlage für unsereAktivitäten.

  • Darstellung von Potenzialen
  • Festlegung der kurz- und mittelfristigen Ziele

➔ Download: 2024.10.24_Umsetzungskonzept_KEM_Zukunftsraum_Wienerwald (pdf 7.44 MB)

Mit dem Beitritt von Tullnerbach,Gablitz und Wolfsgraben startet die KEM in die nächste Phase. Die Gemeinden derRegion haben dazu für die kommenden drei Jahre ein Arbeitspaket mit 7 Maßnahmenerstellt:

  1. Grünstrom aus der Region – jedes Kilowatt zählt  
    • Ausbau öffentlicher Photovoltaik-Anlagen, Förderberatung und Einreichunterstützung, Ausschreibungsunterstützung, Detailplanungen.
       Basiserhebung Windpotential für Kleinwindkraft; Detailanalysen an potentialträchtigen Orten, Erarbeitung einer regionalen Ausbaustrategie.
    • Photovoltaik-Beratung und Information für Private, Schwerpunkt: Balkonkraftwerke, Speicher.
    • Photovoltaik für Mehrgeschossigen Wohnbau: Prozessbegleitung mit Bauträgern und Wohnungseigentümerversammlungen
        
  2. Für mehr Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden
    • Mit Energiebeauftragten wird eine Qualitätssicherung der Energiebuchhaltung durchgeführt. Die Gemeinden werden auf die Anforderungen der EU-Energieeffizienzrichtlinie vorbereitet.
    • Für Gemeinden werden Sanierungspläne erstellt. Bestehende Sanierungsfahrpläne werden weiterentwickelt. Detailanalysen zu den einzelnen Gebäuden und Sanierungsvorschläge werden durchgeführt.
    • Organisation von Amtsleiter Vernetzungstreffen.
        
  3. Verbesserungen der multimodalen Mobilitätsangebote
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur und Bewusstseinsbildung werden erarbeitet und umgesetzt. Erarbeitung eines Gemeindeübergreifenden Radkonzepts.
    • Für Gemeindeverwaltung wird die Einführung von E-Diensträdern getestet.
    • Die Bushaltestellen-Checks werden in weiteren Gemeinden durchgeführt und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt.
    • Start eines E-Bike-Testverleihs und E-Bike-Fahrkurse um das E-Bike als Alltagsfahrzeug zu bewerben.
       Aufstellung von Radboxen
        
  4. Aktiv für das Klima – Jeder kann mitmachen
    • Mit Vereinen werden Klimaschutzveranstaltungen als Green Events organisiert.
    • Bürger werden mit Mitmachaktionen in den Klimaschutz eingebunden. Mit einem Info-Pavillon wird auf Veranstaltungen über die KEM informiert.
    • Klimastammtische und Arbeitsgruppen werden unterstützt.
    • KEM wird als regionale Marke für Klimaschutz etabliert.
       
  5. Die Gemeinden E-Mobil fit machen
    • Als Basis für den weiteren E-Ladestellen Ausbau wird ein regionaler Ladeinfrastruktur-Plan erstellt und Ausbaupläne erarbeitet. Der Ausbau soll auch den Bedarf des zukünftigen ÖPNV abdecken.
    • Für die Errichtung von Gemeinschaftsanlagen im Mehrgeschoßigem Wohnbau werden Workshops organisiert und Lösungen erarbeitet."
        
  6. Regionale Unternehmen machen mit beim Klimaschutz
    • Die KEM baut ein grünes Unternehmensnetzwerk auf, koordiniert ökologische Betriebe-Beratung und organisiert Informations- und Vernetzungsveranstaltungen.
    • Zusammenarbeit mit Biosphärenpark Wienerwald und den Bundesforsten um ein Vorzeigeprojekt zum Thema Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten.
    • In Zusammenarbeit mit der KEM Tullnerfeld Ost und der WKO wird mit den Unternehmen der Region eine Nachhaltigkeits- bzw. Klimamesse organisiert."
  7. Raus aus Öl und Gas
    • Die Beratungstage werden weitergeführt und in den neuen Gemeinden angeboten. Dazu werden Infoveranstaltungen organisiert und entsprechendes Infomaterial gestreut.
    • Als Ergebnisse der Sanierungsfahrpläne werden die öffentlichen Gebäude auf Alternative Heizungssysteme umgestellt, Beratung durch den MRM bzw. Experten der eNu.
    • Durchführung von Aufklärungs- und Bewusstseinskampagnen.

 

 Energiesparberatung und Gerätetausch