Straßennamen

Anfangsbuchstabe: A - E, F - J, K - O, P - T, U - Z

Adolf-Radl-Gasse  (1885-1928)

Adolf Radl war Schmiedemeister und 1. Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr-Untertullnerbach und wohnte in Untertullnerbach, Hauptstraße 2.

Alois-Rochel-Straße (1897-1977)

Der gelernte Elektromeister Alois Rochel hatte das Bürgermeisteramt von 1964 bis 1970 inne.

Sein Wohnsitz befand sich in der Hauptstraße 49.

Am Forst

Am See

Der Wienerwaldsee wurde in den Jahren 1895-1898 errichtet.

Anton-Maller-Straße (1863-1943)

Anton Maller übte von 1898 bis 1923 das Lehreramt in der Volksschule Tullnerbach I (Schulgasse) aus, wo er später auch Direktor wurde.

Er war der erste Hauptmann der FF Tullnerbach-Irenental.

Sein gleichnamiger Sohn (1891- 1964), war Anstaltsdirektor und in den Jahren 1947 bis 1964 Bürgermeister von Tullnerbach.

Badgasse

Das Unter-Tullnerbacher Bad wurde 1908 errichtet und 1991 abgebrochen.

Bahnhofallee

Ursprünglich „Kaiserallee“. Die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn wurde 1897 eröffnet.

1897 wurde der bisherige Bahnhof „Pressbaum“ in „Tullnerbach-Pressbaum“ (Knabstraße 4) umbenannt.

Baumschulstraße

In der Baumschulstraße (Nr. 8-10) bestand von 1925-1998 die Baumschule Karl Teubl.

Billrothstraße (Theodor Billroth, 1829-1894)

Theodor Billroth war ein bedeutender Chirurg der Wiener medizinischen Schule.

Er leitete wichtige Entwicklungen auf dem Gebiet der Eingeweidechirurgie ein.

Bolzanistraße  (Egon Lehner-Bolzani 1892-1983)

Egon Lehner-Bolzani war Notar und der Besitzer der im Jahre 1949 parzellierten Gründe.

Er wohnte in der Lawieserstraße 4.

Brettwieserstraße

1788 erstmals erwähnt als „Bretwies“, 1819 „Bredwies“

Carl-Söldner-Straße (1892-1970)

Der Fabrikant war der 1. Obmann des 1960 wiederbegründeten Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereines.

Carl Söldner wohnte in der Egererstraße 40.

Dorfprozeltenweg

Dorfprozelten am Main (Unterfranken/Bayern) ist seit 1974 Partnerstadt Tullnerbachs.

Der Nikolaus-Bildstock wurde zur 10-Jahres-Feier im Jahr 1984 errichtet.

Egererstraße (Anton Egerer 1828-1908)

Der Posamentierwarenfabrikant und Hausbesitzer Anton Egerer errichtete in Jahre 1886 gemeinsam mit Wilhelm Vogt (Wilhelmshöhe) das „Hotel Lawies“ (Egererstr. 3, 1975 demoliert).

Er wohnte in der Egererstraße 8.

Erlschachenstraße

Wurde 1680 erstmals als „Erlschachen“ erwähnt.

Ferdinand-Porsche-Straße (1875-1951)

Ferdinand Porsche war Automobiltechniker u.a. bei Lohner, Austro Daimler und Steyr, Konstrukteur des Volkswagens.

Der erste Porsche-Sportwagen entstand 1948 in Gmünd (Kärnten).

Ferdinand-Waldmüller-Straße (1793-1865)

Ferdinand Georg Waldmüller war Maler und Kunstschriftsteller.

Berühmt sind seine Schilderungen des bäuerlichen Alltages in der Biedermeierzeit und die stimmungsvollen Wienerwaldbilder.

Forsthausstraße

Die Forstverwaltung Tullnerbach befand sich von 1903 bis 1979 im Haus Nr. 12.

Das älteste Tullnerbacher Forsthaus stand Hauptstraße 3 (Erbaut 1801, abgerissen 1999).

Franz-Benes-Weg  (1914-2000)

Der Gendarmeriebeamte Franz Benes übte in den Jahren 1970 bis 1980 das Bürgermeisteramt in Tullnerbach aus.

Er wohnte in der Hauptstraße 44.

Franz-Ginzkey-Straße (1871-1963)

Franz Karl Ginzkey war Schriftsteller.

Er gehörte zum Kreis der neuromantischen Lyriker und Novellisten, schrieb aber auch Kinderbücher wie „Hatschi Bratschis Luftballon“.

Franz-Peydl-Gasse (1848-1915)

Der Wiener Stadtmaurermeister Franz Peydl gründete die „Villenbau-Unternehmung Purkersdorf-Untertullnerbach“ und errichtete in den Jahren 1906-1913 etwa 12 Villen auf dem Postberg.

Er wohnte gemeinsam mit seiner Frau, der Postmeisterin Anna Peydl, in der „Postvilla“, wo sich bis 1987 auch das Postamt „Untertullnerbach“ befand (Friedrich Schmidl-Straße 4).

Franz-Schmidt-Weg  (1874-1939)

Der Komponist war in den Jahren 1904-1906 wiederholt bei dem Oboisten der Wiener Philharmoniker, Alexander Wunderer, zu Gast (Riedanleiten 60) und begründete mit diesem eine erste „Tullnerbacher Blasmusik“.

Franz-Schubert-Straße (1797-1828)

Franz Schubert war Komponist. Im Jubiläumsjahr 1928 wurde die Honusstraße (nach Anton Honus, Baumeister der Häuser Nr. 15 und 17 sowie Genéestr. 1-13) umbenannt und bei Haus Nr. 2 ein Porträtrelief Schuberts angebracht.

Friedhofstraße

Der Tullnerbacher Ortsfriedhof wurde im Jahre 1892 errichtet.

Seit 1966 befindet sich hier das im Jahr 1922 errichtete (erste) Kriegerdenkmal (Bildhauer: Theodor Stundl).

Friedrich-Schmidl-Straße

Friedrich Schmidl war Direktor einer orthopädischen Fabrik in Wien VIII und setzte sich im Jahre 1922 für die Errichtung der Beleuchtung in Untertullnerbach ein.

Gauermannstraße (Friedrich Gauermann, 1807-1862)

Friedrich Gauermann war Maler, führender Vertreter der Altwiener Schule und  berühmt durch seine Landschaftsdarstellungen mit bäuerlichen Genre- sowie Tier- und Jagdszenen. 

Goetheweg (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Johann Wolfgang von Goethe war deutscher Dichter.

Geneestraße (Richard Genée 1823-1895)

Der Librettist und Komponist Richard Genée war einer der ersten, der die Sonnenlage und Erholung auf der Lawies ausnutzte.

Er schrieb hier Texte für Operetten von Franz v. Suppè („Boccaccio“), Johann Strauß („Die Fledermaus“, „Eine Nacht in Venedig“) und Karl Millöcker („Der Bettelstudent“).

Er wohnte 1878-1892 in der Egererstr. 36 (Gedenktafel).

Hauptstraße (Tullnerbach) 

Wurde ursprünglich „Pressbaumer Straße“ genannt.

Hauptstraße (Unter-Tullnerbach)

Der Ortsteil „Neuwirtshaus“ wurde 1977 in „Unter-Tullnerbach“ umbenannt.

Heinratsberg

Wurde 1635 erstmals als „Heinraßberg“ erwähnt, 1680 als „Heinrichsberg“.

Hans-Knittel-Straße (geb. 1874)

Hans Knittel war Privat-Beamter und wohnte 1931-1955 im Haus Hans Knittel-Straße 14.

Heinrich-Müller-Weg  (1852-1904)

Heinrich Müller war als städtischer Beamter von 1873 bis 1904 in Diensten der Stadt Wien.

1900 wurde er unter Bürgermeister Dr. Karl Lueger zum Kanzlei-Ober-Official VI. Rangklasse befördert.

Er übte in den Jahren 1899 bis 1904 das Bürgermeisteramt in Tullnerbach aus und wohnte Carl-Söldner-Straße 8.

Es besteht ein Ehrengrab auf dem Ortsfriedhof.

Heinrich-Uebell-Gasse  (1851-1925)

Heinrich Uebell wohnte als k.k. Förster von 1892-1919 im Forsthaus Stadlhütte (ehemals Neu-Purkersdorf, Tullnerbachstr. 125, heute abgerissen und Parkplatz).

Im Jahre 1924 wurde er durch die Gemeinde geehrt, indem man eine Gasse auf dem Postberg nach ihm benannte.

Josef-Ressel-Straße (1793-1857)

Josef Ressel war Forstbeamter und Erfinder der Schiffsschraube (1827).

Er studierte an der Forstakademie in Mariabrunn.

Josef-Schöffel-Straße  (1832-1910)

Josef Schöffel war Journalist und Politiker.

Bekannt wurde er als "Retter des Wienerwaldes", als er 1872 durch eine journalistische Initiative verhinderte, dass ein Viertel der Waldfläche des Wienerwaldes an einen Holzhändler zur Schlägerung verkauft wurde.

Ab 1872/73 war er Bürgermeister von Mödling. 

Josef Schöffel ist Ehrenbürger von Tullnerbach.

Karl-Ritter-Weg  (gest. 1918)

Laut Überlieferung soll der Privatier und Hausbesitzer den Karl Ritter-Weg gemeinsam mit dem Österreichischen Touristen-Club angelegt haben.

Es ist ein schmaler Steig von der Lawies auf den Buchberg führend, der seit ca. 1910 diesen Namen trägt.

Er wohnte in der Lawieserstraße 8.

Klosterstraße

1904-1997 bestand das Kloster der Kongregation der Barmherzigen Schwester vom Hl. Vinzenz von Paul, ab 1955 mit angeschlossenem Pensionistenheim. 

Knabstraße (Josef Knab 1826-1899)

Der Hausbesitzer und –verwalter Josef Knab war von 1888 bis 1899 Bürgermeister.

Er besaß die Häuser Egererstraße 26, 28 und 32.

In seine Amtszeit fällt die Errichtung des Gemeindeamtes 1895-97 (Knabstraße 9).

Kressgasse (siehe Wilhelm-Kress-Promenade) 

Kriehuberstraße (Josef Kriehuber, 1800-1876)

Josef Kriehuber war Porträt- und Landschaftsmaler.

Mit rund 3000 Blättern wurde er zum bedeutendsten Porträtlithographen des Wiener Biedermeier.

Lawieserstraße

Wurde im Jahr 1635 erstmals erwähnt als „Labiwießen“, im Jahr 1661 als „Laabwiß“, heute Lawies (Ortsteil) .

Leopold-Wieninger-Weg  (1875-1960)

Leopold Wieninger war ab 1899 Lehrer und später auch Direktor der Volksschule Tullnerbach II (Norbertinumstr. 8).

Er wohnte in der Hauptstraße 54 und übte von 1930 bis 1938 das Bürgermeisteramt aus.

Lindenweg

Norbertinumstraße

Das „Norbertinum“ wurde 1881-1890 als „Knaben-Waisen-Asyl“ vom Katholischen Waisen-Hilfsverein in Wien errichtet und stand bis 1938 unter der Leitung der Schulbrüder.

Seit 1947 befindet sich darin die Landwirtschaftliche Fachschule.

Im Haus Nr. 8 bestand von 1884-1967 die Volksschule „Tullnerbach II“.

Prebrunnstraße

Wurde im Jahr 1614 erstmals als „Praebrunn“ erwähnt.

Prof.-Dobrovsky-Straße (Josef Dobrowsky 1889-1964)

Josef Dobrovsky unterrichtete von 1946 bis 1963 als Professor (Landschafts-, Porträt- und Genremaler) an der Wiener Akademie der bildenden Künste.

Er wohnte von 1960 bis 1964 in der Geneestraße 11, wo er auch starb.

Prof.-Lux-Straße (Johann Lux 1892-1962)

Der Konsistorialrat Johann Lux betreute von 1923 bis 1963 als Pfarrer die Kirchengemeinde im Irenental (seit 1942 ist diese eine selbständige Pfarre).

Prof.-Rudolf-Pleban-Park  (1913-1965)

Prof. Rudolf Pleban war Maler, Graphiker und Bildhauer. Er schuf zahlreiche Sgraffitos, wie das Porträt Franz Schuberts am Tullnerbacher Bahnhof (80 Jahre Pressbaumer Männerchor 1963).

Er wohnte in den Jahren 1937 bis 1965 im Haus Genéestraße 7, wo er auch verstarb.

Im Park befindet sich das im Jahr 1966 errichtete neue Kriegerdenkmal.

Riedanleiten

Wurde im Jahr 1661 erstmals als „Riedtanleiten“ erwähnt.

Riederbergweg

Sandling

Wurde im Jahr 1635 erstmals erwähnt.

Schliefgraben

Wurde 1679 erstmals erwähnt.

Schmeißbach

Wurde 1679 erstmals erwähnt.

Schulgasse

Die Schule „Tullnerbach I“ wurde im Jahre 1791 vom k.k. Waldamt errichtet und im Jahre 1967 aufgelassen (Nr.10).

Steinergasse

Die Steinergasse ist die Fortsetzung der Purkersdorfer Franz Steiner-Gasse, die nach dem Kommunalpolitiker und Vorkämpfer der Arbeiterbewegung im Wienerwald benannt ist.

Er besaß 1907-1916 das Haus Neu-Purkersdorf, Tullnerbachstraße 104.

Strohzogl

Wurde im Jahr 1679 erstmals erwähnt. 

Tobischstraße (Franz Tobisch, gest. 1890)

Franz Tobisch war Ziegelwerksbesitzer und 1. Bürgermeister Tullnerbachs (1873-1885).

Sein Sohn Isidor (1861-1929) war Techniker und Mitarbeiter Wilhelm Kress´.

1919-1927 hatte Isidor Tobisch das Bürgermeisteramt inne.

Beide wohnten in der Irenentalstr. 51-53.

Tunnelweg

Viktor-Kaplan-Straße (1876-1934)

Viktor Kaplan war Maschinenbauingenieur und Erfinder der nach ihm benannten Kaplanturbine mit verstellbaren Laufradschaufeln (erstmals 1919 in Velm in NÖ).

Waldstraße

Walterstraße (Anton Walter, 1871-1952)

Anton Walter war Landwirt und seit 1929 Spielwarenerzeuger.

Er wohnte Brettwieserstraße 13-15.

Weidlingbachstraße

Wurde im Jahr 1662 erstmals als „Weidlingbach“ erwähnt.

Wienerstraße

Wiesengasse

1938 wurde die Wiese des Gastwirtes Edmund Kiesling (heute Gasthaus Schödl, Hauptstraße 5) parzelliert.

Wilhelm-Kress-Promenade und Kressgasse

Wilhelm Kress (1836-1913) war ein österreichischer Flugpionier und Konstrukteur.

Er erlernte den Beruf eines Klavierbauers.

1898-1901 konstruierte er den als motorbetriebenes Wasserflugzeug ausgebildeten ersten Kress´schen Drachenflieger.

Am 03.10.1901 startete Kress als Erster in Österreich den Flugversuch mit seinem Drachenflieger, welcher missglückte und bei welchem der Apparat im Wienerwaldsee versank.

Im Sommer 1902 wurde der neue Drachenflieger fertiggestellt, doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten betreffend die Bespannung der Tragflächen und die Überführung auf den Neusiedlersee musste das Vorhaben eingestellt werden.

Der Flugapparat wurde am 10.10.1904 ins Wr. Arsenal gebracht.

1913 wurde das Kress-Denkmal errichtet (Bildhauer Rudolf Freiherr von Weigl).

Die Kress´sche Luftschraube wurde ins neue Gemeindewappen aufgenommen.

Wilhelmshöhe

Wilhelm Carl Vogt besaß 1883-1892 das Haus Buchberg 98 und eröffnete hier ein Ausflugsgasthaus.

Gemeinsam mit Anton Egerer errichtete er 1886 das „Hotel Lawies“ (ehemals Egererstr. 3).

Wundererplatz (Alexander Wunderer, 1877-1955)

Alexander Wunderer war Oboist im k.k. Hofopernorchester und Ehrenvorstand der Wiener Philharmoniker.

In seinem Hause (Riedanleiten 60) war der Komponist Franz Schmidt wiederholt zu Gast.

Hans Wunderer (1883-1948), Musiker und Begründer der „Tullnerbacher Volkskapelle“, wohnte bei Familie Wittmann (Brettwieserstraße 33).

Zick-Zack-Weg

Der Zick-Zack-Weg verbindet die "Lawies" mit der "Schubertsiedlung".